#Metoo in der Götterdämmerung

von Tina Wiegand

Kriegslist

Es ist eine uralte Vorgehensweise von Kriegern, die Frauen der Gegner zu vergewaltigen. Zum einen geht es dabei um die Demütigung und Demoralisierung des Gegners. Ein Mann, dessen geliebte Frau und Töchter vom Feind vergewaltigt werden, während er nichts zu ihrer Verteidigung tun kann, wird durch diesen Vorfall seelisch gebrochen. Zum anderen werden die Frauen gedemütigt und im „optimalen Fall“ werden sie vom Feind schwanger. Auf diese Weise hinterlässt der Krieger seine genetische Information in der besiegten Bevölkerung und trägt so zum Untergang der feindlichen Kultur bei. Die besiegten Frauen stehen nun vor der unmenschlichen Entscheidung, das Kind des Feindes auszutragen oder abzutreiben und diesen Teil von sich selbst abzuschneiden. So oder so werden sie das Erlebnis mit lebenslangem seelischen Leid bezahlen.

2. Weltkrieg und Vergewaltigungen

Abgesehen von Einzelfällen waren im 2. Weltkrieg weder die Briten noch die Deutschen für solch ein Vorgehen bekannt. Wohl aber die Franzosen, Russen und Amerikaner. Letztere hinterließen fast eine Mio. amerikanische Besatzungskinder im deutschen Feindesland – nebst Kaugummi, Coca Cola, Disney und ihrer Sprache. Die Täter waren keine durchgeknallten Wahnsinnigen, sie handelten auf Anweisung, wie die Historikerin Miriam Gebhardt von der Universität Konstanz in ihrem Buch „Als die Soldaten kamen“ schreibt. Da Deutsche aber gezwungen waren die US-Besatzungstruppen als „die unantastbar Guten“ zu betrachten, waren die betroffenen Frauen doppelt gestraft. Zeigten sie GIs wegen Vergewaltigung an, liefen sie Gefahr, als US-feindliche Nazis verschrien zu werden. Hielten sie die Tat unter dem Deckmantel, waren sie Flittchen, die sich den Befreiern an den Hals geworfen hatten. Leichter hatten es die Frauen, die von den Russen vergewaltigt worden waren. Es passte in das von der Sieger Propaganda erwünschte Bild des russischen Feindbildes.

Im Krieg den Feind zu besiegen bedeutet, ihm die eigene Lebensweise aufzuzwingen, die bestehende Kultur auszulöschen und das eigene genetische und kulturelle Erbe zu verbreiten. Die fortschreitende Amerikanisierung Deutschlands wird heute von der deutschen Bevölkerung ebenso freiwillig angenommen, wie die deutsche Kultur abgelehnt wird – ein Prozess, der durch 70 Jahre mentale Indoktrination vorangetrieben wurde. Vergewaltigung beginnt im Kopf und verbreitet sich aus wie eine Virusinfektion, die die geistige Haltung eines Volkes infiltriert. Sie ist eine der ältesten und wirksamsten Kriegslisten zur Vernichtung feindlicher Kulturen. Sie ist Methode und Kriegs-Instrument.

Syphilitische Exaltiertheit in Hollywood

Crowleys Tarotkarte „Lust“

Und jetzt kommt Hollywood, lautes Zickengeheule und die medienwirksame (was sonst) #Metoo Aktion. Weinstein ist nicht der einzige Mann in Hollywood, der sich sexuelle Übergriffe geleistet hat. Nein, sie sind dort an der Tagesordnung. Einer der Gründe, warum Tarantino nicht auf die Eskapaden seines Partners reagiert hat, war, dass er auf etwas hätte reagiert müssen, was vorher völlig normal war. Nun muss er schnell medienwirksam korrigieren. Natürlich nicht ohne Botox-Bild und auch der alte Präsident George Bush bringt sich schnell mal ins Gespräch und macht klar, dass auch bei ihm in der Hose noch etwas los ist. Der Ekelfaktor ist durchaus beträchtlich. Und auf der anderen Seite die ach so unschuldigen Frauen? Dumme Frage: Wozu betreibt Weib Bodyshaming? Wozu Diätenzwang, Fitness und Schönheits-OP? Doch nur, um den Sexaspekt der weiblichen Figur in den Vordergrund zu stellen. Warum springen Sängerinnen halbnackt vor der Kamera herum? Warum Schminke und Botox und Pushups und was weiß ich nicht alles? Es geht doch nur um Sex und nackte Haut. Wer in Sin-City Karriere gemacht hat, hat mitgemacht. Wer das nicht will, geht nachhause. Was tut Frau Rampensau nicht alles für das Rampenlicht? Was erwartet man von einem Land, das Sex, Drugs & Rock’n Roll als wichtigstes Exportgut handelt? Die Liberalisierung propagiert syphilitische Exaltiertheit ebenso, wie alle anderen suchterzeugenden Drogen. Sie macht auch vor Kindern keinen Halt – was die #MetooInnen allerdings weniger interessiert. Kinder könnten ihnen die Show stehlen und Madonna wird sich sicherlich nicht züchtig kleiden, nur weil sie einsieht, dass sie ihre Geschlechtsgenossinnen unter Umständen in Schwierigkeiten bringt, wenn sie die Massen derart aufheizt. Sexuelle Exaltiertheit hat keinen positiven Effekt auf intellektuelle Fähigkeiten und führt in seiner Dekadenz (dem Untergang geweiht) zwangsläufig in den Untergang.

Donatella Versace vor und nach „Schönheits“-OP

Soddom und Gomorrah sind keine Erfolgskonzepte, sondern Endstadium schwerster narzisstischer Störungen, die sich der Heilung entziehen, weil die Lust die Menschen an ihre Sucht kettet und mit sich reißt. Mit Liebe, dem wonach sich die Verstiegenen am meisten sehnen, hat das alles überhaupt nichts mehr zu tun. Liebe zieht sich erschrocken zurück, ebenso wie die Seele aus den zerschnittenen Gesichtern, bis nur noch furchterregende Zombies übrig bleiben. Bei manchen setzt dann die Sehnsucht nach der Natürlichkeit der Kinder ein, die sich zum unüberwindbaren Begehren steigert und in einer mehr oder weniger ausgelebten Pädophilie endet. Die Sehnsucht nach dem eigenen verlorenen inneren Kind wird nach außen projiziert und dort wird dann die Verschmelzung gesucht. Für das Kind, Opfer der Zombies, ein unsäglich Entsetzen.

Das Vergewaltigungsspiel

Inzwischen ist amerikanische Hysterie ja auch bei deutschen Hühnern in. Eric Berne, Begründer der Transaktionsanalyse hat als erstes das Psychospiel „Vergewaltigung“ beschrieben. Da Frau in unserer Kultur mit dem Opferdasein sehr viel soziale Zuwendung erreichen kann, ist das vorgetäuschte Opferdasein ein probates Mittel für diejenigen, die gerne im Mittelpunkt stehen wollen, aber nicht das Zeug zum Star haben. Frauen tun alles, um aufreizend zu wirken und nähern sich Männern an. Wenn diese dann reagieren, geht auf einmal das Geschrei los. „Vergewaltigung, seht alle her, der Typ hat mich angefasst.“ Hintergrund ist „das dramatische Skript“, eine mehr oder weniger bewusste Haltung, die Aufmerksamkeit um jeden Preis fordert. Stars und Starlets nutzen die Gunst der Stunde, um wieder ins Gerede zu kommen, denn die Klatschpresse ist eine riesige Geldmaschine. Sensationen bedienen die vorrangig weiblichen, Massen, die gerne das Lieblingsspiel der Gelangweilten spielen: Das „ist das nicht schrecklich Spiel“. Opfer sexueller Übergriffe werden durch #Metoo zu Heldinnen gehyped, sind gerade also in und bekommen Interviewtermine bei der Klatschpresse. Wer gerade etwas ins Hintertreffen geraten ist, schreit nun „Vergewaltigung“ und schon ist ihr das Medieninteresse gewiss.

Vor dem Bildschirm schweigend, die runzeligen Hände im Schoss, wenn sie überhaupt noch leben, die echten Opfer von damals. Vielleicht ist das mit den GI Kindern gut gegangen, vielleicht nicht. Vielleicht haben sie zur Liebe gefunden, vielleicht aber fühlen sie bis heute wenig und putzen lieber, um die hässlichen unbewussten Erinnerungen unter Verschluss zu halten. Frauen wie sie kämen niemals auf die Idee, sich an #Metoo Aktionen zu beteiligen.

Echte Vergewaltigungsopfer

Echte Vergewaltigungsopfer sind Traumatisierte und halten in der Folge nicht allzu viel Geschrei aus. Mit dem, was ihnen widerfahren ist, in diese Weise an die Öffentlichkeit zu gehen, dürfte eher selten sein, zumal das überreizte Nervensystem sich lieber zurück zieht. Was braucht ein traumarisierter Mensch? Körper- und/oder Psychotherapie im geschützten Raum oder Hollywood Blitzgewitter mit amerikanischem Geschrei auf einem roten Teppich? Die Mehrheit der echten Opfer wird sich hüten, sich übermässig aufreizend zu geben, sondern männliche Nähe, die sie als traumatisch erlebt haben, abweisen und sich bedeckt halten. Für tatsächliche Vergewaltigungsopfer ist das Kollektivgeheule der #Metoo Aktion ein Schlag ins Gesicht. Echte Vergewaltigungsopfer machen keinen Bohei um die Sache. Sie möchten eine diskrete Lösung, bei der nicht auch noch die ganze Welt zuhört. Viel zu tief sitzt die Demütigung und die Frage, was man hätte anders machen können und wie man der Situation aus dem Weg hätte gehen können. Auch die Einstellung „ist halt passiert – ich kann es nicht ändern“ findet man vor. Aber das schamlose Geschrei der Opferindustrie triggert das unangenehme Vibrieren des Traumaerlebens, das immer wieder die Ohnmacht aufkeimen lässt. Ruhe ist das, wonach sie sich sehnt. Absolute Ruhe.

Win Tsun

Eine Legende um eine bekannte Kampfkunst besagt, dass eine kleine, nur 1,50 m große Frau namens Win Tsun so gut im Kampf ausgebildet war, dass sie Männer, der sie bedrängten, mühelos zu Boden schlug. Angeblich war Win Tsun in einem Shaolin Kloster für den Kampf ausgebildet worden und in der Lage, die körperliche Überlegenheit eines Angreifers für sich zu nutzen. Die Nonne und ihre Gefährtinnen waren es leid, immer wieder von MännerHorden beraubt und vergewaltigt zu werden. Ihre Kampfkunst war so hoch angesehen, dass sie von den damaligen Herrschern gleichzeitig als Gefahr gesehen wurde. Warum ich an dieser Stelle von Win Tsun erzähle? Angesichts der drohenden Kriegsgefahr in dieser Welt frage ich mich, ob es Zeit wird, das Kämpfen zu lernen. Wie erfolgreich wäre die Kriegsform der Vergewaltigung, wenn ein Mann, der seinen Samen gegen Widerstand zu verbreiten sucht, mit Kastration rechnen müsste? Würden es diese Horden dann noch wagen? Man stelle sich vor: eine Welt voller Eunuchen berichtet davon, wie sie einst Krieger waren, die mit den niederträchtigen, feigen Methoden gegen Schwächere gekämpft haben. Hätten die Frauen des 2. Weltkrieges von Win Tzun gelernt, könnten Russland und Amerika jetzt auskämpfen, welcher Militär-Chor höher singen kann, anstatt ihre phallischen Waffen auf die Welt zu richten. Für eine betroffene Frau kann es heilsam sein, wenigstens in ihrer Phantasie die Wehrhaftigkeit auszuleben, die sie damals nicht leben konnte. Vielleicht, weil sie starr vor Schreck war – oder weil der Angreifer zu stark war. Aber in der Phantasie kann man auf Reset schalten und die innere Realität verändern. Das hat ungeahnte positive Auswirkungen auf die geschundene Seele.

Stehen lernen

Kampfkunst beginnt damit, dass man übt, gut zu stehen. Stehübungen helfen auch, den

Soulfit-CD Harmony für die Selbsthilfe bei Stresszuständen und Überreiztheit – für Download auf das Cover klicken.

eigenen Standpunkt zu stärken und mit seinem Köper in Kontakt zu kommen. Mit der „Soulfit-CD Harmony“ habe ich drei Übungen aufgenommen, mit denen man sich darauf vorbereiten kann. Der Schütteltanz befreit den Körper von der Angst- und Trauma-Starre, die Stehübung setzt die Impulse sich zu erden und ein Gespür für sich selbst zu bekommen und die Chakrenübung harmonisiert die aufgebrachte Seele. Ich habe mir seinerzeit erlaubt, bei den Schamanen, den Shaolin und den Ayurveden anzuklopfen, um mich inspirieren zu lassen. Wer also nicht gleich in die nächste Kampfsportschule aufsuchen möchte, findet hier vielleicht erste Impulse.

Das Urweibliche

Hinter all dem Geschrei der hysterischen Hühner und dem gacksenden Gebalze der dazu passenden unreifen Rüpel, findet ein Erwachen statt. Das Trauma hat die Urweiblichkeit für eine lange Zeit schachmatt gesetzt. Die Urweiblichkeit lebt nicht nur in den ernsthaften Frauen, sie lebt auch in den ernsthaften Männern, die trotz allem nie aufgehört haben, in allem Respekt nach Wahrheit und Anstand zu suchen, um diese auch dort zu leben, wo sie dafür ausgelacht und missachtet werden. Die Urweiblichkeit, die dort in all ihrer Würde weitergetragen wurde, durch all die Abgründe hindurch, wird wach werden und mit hellen Augen um sich schauen. Das Urweibliche macht keinen Krach. Sie beginnt einfach nur, wieder tief zu atmen und die Glieder zu bewegen. Sie richtet sich auf, gähnt, lächelt und lässt in aller Gelassenheit die Erde beben und die Flüsse über die Ufer treten, während sie zur Musik von Donner und Blitz tanzt und mit ihren fliegenden Röcken die Stürme entfesselt. Sie ist nicht gewalttätig. Sie steht einfach nur für das Leben, das sich seinen Raum verschafft, sich dem todbringenden Ego der Scheingötter im Anzug und den Scheingöttinnen im Straps entgegenstellt und sie auf eine angemessene Größe zusammenfaltet. Es beginnt mit dem Geist der Heilung, der eine stillschweigende Solidarität aller Vergewaltigten erzeugt, die im Herzen zusammenfinden. Nicht in lauten Demos, nicht auf Plattformen, nicht in Form von Parteien, gar nicht im Außen, sondern einfach im leisen Verständnis füreinander, das eine einfache Botschaft enthält, die aus nur zwei Worten besteht und die nur tatsächlich Betroffene empfangen können: „Ich weiß!“

Der Rest ist ein ruhiges sich Verstanden fühlen. Mehr nicht.

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